Ein wichtiger Baustein für den Campus Sportbau in Jülich geplant
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Am Standort Jülich hat die FH Aachen einen echten Campus – die Lehr- und Forschungseinrichtungen sind auf überschaubarem Raum konzentriert, es gibt eine Bibliothek ebenso wie eine Mensa und studentischen Wohnraum. Was fehlt, ist ein attraktives Sport- und Freizeitangebot. Nun wird hier Abhilfe geschaffen: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW baut in unmittelbarer Nähe zum Campus eine Sportanlage, die Eröffnung ist für das erste Quartal 2027 geplant.
3000 Quadratmeter Nutzungsfläche
Den Studierenden und Bediensteten der FH werden künftig knapp 3000 Quadratmeter Nutzungsfläche zur Verfügung stehen. Der neue Bau wird auf einer Freifläche am Ende der Heinrich-Mußmann-Straße entstehen. Im Erdgeschoss werden eine große Sporthalle sowie ein Fitnesscenter untergebracht. Im Obergeschoss werden eine Boulderwand sowie zwei Multifunktionshallen entstehen, in denen eine Vielzahl von Sportarten und Kursen angeboten werden sollen. Im Außenbereich ist eine Beachsportanlage mit Platz für zwei Beachvolleyballfelder oder ein Beachsoccerfeld vorgesehen. In der Planung werden weitere Ausbaustufen für spätere Erweiterungen berücksichtigt.
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Umfassendes Sportprogramm geplant
Organisiert wird das Sportangebot vom Aachener Hochschulsportzentrum (HSZ), das bereits jetzt in Aachen ein umfangreiches Sportprogramm anbietet und entsprechende Erfahrung mitbringt. "Für uns ist das neue Sport- und Freizeitzentrum ein wichtiger Baustein für ein attraktives und lebendiges Campusleben", betont Prof. Dr. Volker Sander, Campussprecher in Jülich. Er verweist auf die geplante Sports Bar und die Begegnungsorte, die auch für Passivsportler:innen als Anziehungspunkt dienen sollen.
Energetisches Leuchtturmprojekt
Aber auch das technische Innenleben des neuen Gebäudes ist bemerkenswert. "Aus energetischer Sicht ist das ein Leuchtturmprojekt", sagt Christiane Meese-Hövelmann, die das Vorhaben seitens des Dezernats Facility Management der FH betreut. Kernstück der technischen Gebäudeausstattung ist ein sogenannter Eisspeicher – eine Technologie, die in dieser Form erstmals in einem Gebäude der FH Aachen zum Einsatz kommt. Es handelt sich um eine unterirdische Zisterne, die mit Wasser gefüllt und mit einem Wärmetauscher ausgestattet ist. Sie nutzt den Phasenübergang von flüssigem Wasser zu festem Eis und kann sowohl für die Heizung als auch zur Kühlung eingesetzt werden. Besonders effizient ist die Anlage durch die Kombination mit der Photovoltaik auf dem Dach. "Wir erreichen mit diesem Gebäude den KfW-40-Standard", betont Christiane Meese-Hövelmann. Dieser Standard wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau etabliert, um eine besonders energiesparende Bau- und Sanierungsweise zu bemessen. Er besagt, dass ein Bau nur 40 Prozent der Primärenergie im Vergleich zu einem Referenzgebäude benötigt. Zur Nachhaltigkeit des Gebäudes trägt auch die Dachbegrünung bei. Insgesamt wird das neue Sport- und Freizeitzentrum rund 30 Millionen Euro kosten, 10 Millionen Euro steuert die FH bei.
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FH-Aachen
Arnd Gottschalk M.A.
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